24-Stunden-Seniorenbetreuung zu Hause in der Schweiz

Pflegestufen in der Schweiz

Wie der Pflegebedarf eingestuft wird und wer welche Kosten trägt – verständlich erklärt.

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Anders als in Deutschland kennt die Schweiz keine bundesweit einheitlichen „Pflegegrade". Massgebend ist der individuelle Pflegebedarf, gemessen in Pflegeminuten pro Tag. Auf dieser Grundlage teilt die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) den Bedarf in zwölf Bedarfsstufen ein – je höher die Stufe, desto höher der Beitrag der Krankenkasse an die Pflege.

Wichtig: Diese Einstufung betrifft die Krankenpflege-Leistungen (etwa der Spitex oder im Pflegeheim). Die 24-Stunden-Betreuung zu Hause von seniorencare24 ist davon unabhängig – sie kann jede Pflegestufe begleiten und wird mit den bestehenden Pflegeleistungen kombiniert.

Die 12 Bedarfsstufen und der Krankenkassen-Beitrag

Bedarfsstufe Pflegebedarf pro Tag KK-Beitrag pro Tag
Stufe 1
bis 20 Minuten CHF 9.60
Stufe 4
61–80 Minuten CHF 38.40
Stufe 8
141–160 Minuten CHF 76.80
Stufe 12
über 220 Minuten CHF 115.20
Eigenanteil (max.)
CHF 23.00 pro Tag

Grundlage: Krankenpflege-Leistungsverordnung (KLV, Art. 7a). Pro Bedarfsstufe steigt der Beitrag um je CHF 9.60 pro Tag – von CHF 9.60 (Stufe 1) bis CHF 115.20 (Stufe 12). Der Eigenanteil der versicherten Person ist gesetzlich auf höchstens rund CHF 23 pro Tag begrenzt; die Restfinanzierung übernehmen Kanton und Gemeinde.

Wie wird der Pflegebedarf ermittelt?

Den Pflegebedarf erhebt eine Fachperson – in der Regel die Spitex oder das Pflegeheim – mit einem anerkannten Bedarfsabklärungs-Instrument. In der Schweiz sind vor allem drei Systeme verbreitet:

  • BESA: häufig in der Deutschschweiz, vor allem in Pflegeheimen.

  • RAI/RUG: ein international verbreitetes System, das ebenfalls in Heimen und der Langzeitpflege eingesetzt wird.

  • PLAISIR: vor allem in der Westschweiz gebräuchlich.

Das Ergebnis der Abklärung bestimmt die Bedarfsstufe – und damit, wie viel die Krankenkasse an die Pflege beiträgt. Die Einstufung wird regelmässig überprüft und an den tatsächlichen Bedarf angepasst.

Pflegestufe und 24-Stunden-Betreuung zu Hause

Eine hohe Pflegestufe bedeutet nicht automatisch den Umzug ins Heim. Viele Menschen möchten auch bei zunehmendem Pflegebedarf zu Hause bleiben – genau das ermöglicht die 24-Stunden-Betreuung. Die Betreuungsperson übernimmt Alltag, Begleitung und Aufsicht rund um die Uhr; die eigentlichen Pflegeleistungen koordiniert seniorencare24 mit der lokalen Spitex, sodass der Krankenkassen-Beitrag zur Pflege erhalten bleibt.

Die Preise für die Betreuung zu Hause sind schweizweit einheitlich und beginnen bei CHF 5’080 pro Monat (5 Tage/Woche) bzw. CHF 7’530 pro Monat (7 Tage/Woche). Einen vollständigen Überblick finden Sie in unserem Kostenüberblick. Wie sich die Kosten zum Pflegeheim verhalten, lesen Sie unter Pflegeheim-Kosten. Wie die Betreuung rund um die Uhr funktioniert, erfahren Sie unter 24-Stunden-Betreuung zu Hause.

Häufige Fragen zu Pflegestufen

Die Schweiz teilt den Pflegebedarf in zwölf Bedarfsstufen ein, gemessen in Pflegeminuten pro Tag. Jede Stufe entspricht rund 20 Minuten zusätzlichem Pflegebedarf. Die Stufe bestimmt, wie viel die Krankenkasse an die Pflege beiträgt.

Eine Fachperson (meist Spitex oder Pflegeheim) erhebt den Bedarf mit einem anerkannten Instrument wie BESA, RAI/RUG oder PLAISIR. Das Ergebnis legt die Bedarfsstufe fest und wird regelmässig überprüft.

Der Krankenkassen-Beitrag steigt je Stufe um CHF 9.60 pro Tag – von CHF 9.60 (Stufe 1) bis CHF 115.20 (Stufe 12). Grundlage ist die Krankenpflege-Leistungsverordnung (KLV, Art. 7a).

Der Eigenanteil an den Pflegekosten ist gesetzlich auf höchstens rund CHF 23 pro Tag begrenzt. Die verbleibende Restfinanzierung übernehmen Kanton und Gemeinde. Reichen die Mittel nicht aus, können Ergänzungsleistungen (EL) helfen.

Für die 24-Stunden-Betreuung zu Hause ist keine bestimmte Pflegestufe nötig – sie ist unabhängig von der Einstufung und begleitet jeden Bedarf. Die Preise beginnen bei CHF 5’080 pro Monat (5 Tage/Woche) bzw. CHF 7’530 pro Monat (7 Tage/Woche); Pflegeleistungen werden mit der Spitex koordiniert.