24-Stunden-Seniorenbetreuung zu Hause in der Schweiz

Zuhause vs. Alters- oder Pflegeheim

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Was kostet ein Pflegeheim in der Schweiz? Und wie steht die Betreuung zu Hause im Vergleich?

Die Entscheidung zwischen einem Pflegeheimplatz und der häuslichen Pflegehilfe hat grosse Auswirkungen – emotional, organisatorisch und finanziell. Viele Familien glauben noch immer, das Pflegeheim sei die einzige Option neben ambulanter Pflegehilfe. Doch das stimmt nicht: Die 24-Stunden-Pflegehilfe zu Hause ist nicht nur persönlicher und flexibler als herkömmliche Pflegedienste – sie ist häufig auch kosteneffizienter als ein Pflegeheimplatz und bietet mehr Betreuung als stundenweise ambulante Pflege.

Was kostet ein Pflegeheimplatz in der Schweiz?

Gemäss Curaviva Schweiz liegen die durchschnittlichen monatlichen Kosten für einen Pflegeheimplatz bei rund CHF 10’216.–.

Davon fallen an:

Kostenposition Betrag/Monat
Pension (Wohnen, Essen)
CHF 4’124.–
Pflegekosten (KVG)
CHF 4’401.–
Betreuungskosten
CHF 1’529.–
Übrige Leistungen
CHF 162.–
Gesamt
CHF 10'216.-

Davon übernimmt die öffentliche Hand je nach Pflegegrad und Kanton nur einen Teil. Der Grossteil (rund zwei Drittel) bleibt bei den Bewohner:innen oder deren Angehörigen.

Was kostet die Betreuung zu Hause?

Unsere monatliche Pauschale für 24-Stunden-Betreuung im eigenen Zuhause liegt bei CHF 8’800.–, inklusive:

  • Persönliche Betreuung (6 Tage/Woche, 24h/Tag)
  • Haushaltshilfe, Mobilitätsunterstützung, Gesellschaft
  • 24h-Notfallhotline
  • Persönliche Ansprechperson
  • Vertragsabwicklung, Organisation und Qualitätssicherung

Zusätzlich übernimmt die Spitex (in Zusammenarbeit mit uns) alle medizinisch-pflegerischen Leistungen gemäss KLV (z. B. Wundversorgung, Medikation, Injektionen) – direkt abgerechnet mit der Krankenkasse.

Besonders lohnend: Zwei Personen im selben Haushalt

Leben zwei Senior:innen im gleichen Zuhause, bleiben die monatlichen Betreuungskosten nahezu gleich – ganz im Gegensatz zu zwei Pflegeheimplätzen. Hier sparen Familien rasch mehrere tausend Franken im Monat – bei gleichzeitig individuellerer Betreuung.

1:1 Betreuung

Betreuung zu Hause

Ja

Alters-/Pflegeheim

Selten

Persönliche 
Bezugsperson

Betreuung zu Hause

Ja

Alters-/Pflegeheim

häufig wechselnd

Leben in vertrauter 
Umgebung

Betreuung zu Hause

Ja

Alters-/Pflegeheim

Nein

Eigene Tagesstruktur 
beibehalten

Betreuung zu Hause

Ja

Alters-/Pflegeheim

Kaum möglich

Haustiere erlaubt

Betreuung zu Hause

Ja

Alters-/Pflegeheim

Meist nicht

Freie Wahl der 
Betreuungsperson

Betreuung zu Hause

Ja

Alters-/Pflegeheim

Nein

Aktivitäten nach 
Wunsch

Betreuung zu Hause

Ja

Alters-/Pflegeheim

Eingeschränkt

Förderung der 
Selbstständigkeit

Betreuung zu Hause

Ja

Alters-/Pflegeheim

Routinegetrieben

Steuerabzugsfähig & 
EL-fähig

Betreuung zu Hause

Ja

Alters-/Pflegeheim

Ja

Persönliche
Ansprechperson für 
Angehörige

Betreuung zu Hause

Ja

Alters-/Pflegeheim

oft unklar

Fazit: Betreuung zu Hause ist mehr als eine Alternative

Für viele Senior:innen ist die Betreuung zu Hause die bessere Lösung – sowohl menschlich als auch finanziell. Sie bietet:

  • Mehr Lebensqualität
  • Weniger Umstellung
  • Vergleichbare oder tiefere Kosten
  • Persönlichere Betreuung
  • Flexible Finanzierung durch HLE, EL, VVG & Steuerabzüge

Was der Kostenvergleich nicht abbildet

Ein Vergleich in Franken ist nur die eine Hälfte der Entscheidung. Die andere lässt sich nicht beziffern, wiegt für die Betroffenen aber oft schwerer.

Im Heim teilt sich das Personal auf viele Bewohnende auf. Tagesablauf, Essenszeiten und Rhythmus richten sich nach dem Betrieb. Bei der Betreuung zu Hause gilt die Aufmerksamkeit einer Person, und der Tag folgt weiterhin den eigenen Gewohnheiten. Für Menschen mit Demenz kann diese Vertrautheit den Unterschied ausmachen, weil feste Abläufe und bekannte Räume Orientierung geben.

Umgekehrt bietet ein Heim etwas, das zu Hause nicht herstellbar ist: fachpflegerische Präsenz im Haus und eine Gemeinschaft mit anderen Bewohnenden. Wer sozial isoliert lebt oder intensive Pflege benötigt, kann dort besser aufgehoben sein. Die ehrliche Antwort lautet deshalb: Es hängt davon ab, ob im Vordergrund Pflege oder Alltag steht.

Häufige Fragen zum Vergleich

Häufig ja. Ein Heimplatz kostet durchschnittlich CHF 8’000 bis 12’000 pro Monat, wovon rund zwei Drittel, etwa CHF 6’900, bei den Bewohnenden bleiben (Quelle: Bundesamt für Statistik und Curaviva). Die 24-Stunden-Betreuung beginnt bei CHF 5’080 pro Monat bei fünf Tagen und bei CHF 7’530 bei sieben Tagen.

Weil im Heim zwei Plätze finanziert werden müssen, während zu Hause eine Betreuungsperson den gemeinsamen Haushalt begleitet. Der Kostenvorteil fällt dadurch deutlich stärker aus.

Die Betreuung im Alltag ist keine Pflegeleistung und wird deshalb nicht von der Grundversicherung übernommen. Die medizinische Pflege wird mit der Spitex koordiniert und über die Krankenkasse abgerechnet. Zusätzlich kommen je nach Situation Hilflosenentschädigung, Ergänzungsleistungen oder eine Zusatzversicherung in Frage.

Wenn intensive medizinische Pflege und ständige fachpflegerische Überwachung im Vordergrund stehen oder wenn die Wohnsituation keine Betreuung zu Hause zulässt, etwa weil kein Zimmer für die Betreuungsperson vorhanden ist.

Ja, über die 13-tägige Schnupperphase ab CHF 3’700. Damit lässt sich die Entscheidung gegen einen Heimeintritt in Ruhe prüfen, bevor eine längerfristige Lösung gewählt wird.